• OBS Bodenwerder Sehr geehrte Frau Ministerin,
    herzlichen Dank für die Antworten auf meine Fragen zur Rücknahme der Genehmi-gung der IGS Bodenwerder.
     
    Dabei hat Ihre Staatssekretärin eingeräumt, dass zwei geplante Lehrerzuweisungen an die Schule in Bodenwerder zurückgenommen worden sind. Nach Auskunft der Elternvertretung ist darüber hinaus eine Lehrkraft an die Haupt- und Realschule in Emmerthal abgeordnet worden. Auf der anderen Seite erhält nunmehr die OBS Bodenwerder auf Grund von nicht ausreichender Unterrichtsversorgung abgeordnete Lehrkräfte.
  • Uwe Schünemann unterstützt Reaktivierung der VEV-Bahnstrecke Das Kiesunternehmen Lammert & Reese beabsichtigt die Bahnstrecke von Bodenwerder/Kemnade nach Emmerthal zu reaktiven.  Über die Detailplanung ließ sich der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann zusammen mit heimischen CDU Vertretern von den Gesellschaftern Joachim Pöllmann (OTB) und Jörg-Peter Kölling (WRM-Reese) in Bodenwerder unterrichten.


  • L550 Das CDU Bürgerforum in Lauenförde kann bereits nach wenigen Wochen einen ersten Erfolg verkünden. Der Streckenabschnitt der L550 zwischen Lauenförde und Fürstenberg soll im Jahr 2017 noch vor der Vollsperrung der Weserbrücke im Zuge der Bundesstraße 241 saniert werden. Diese positive Nachricht erhielt der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann von Markus Brockmann, dem Leiter der Landesstraßenbaubehörde in Hameln. 
Neuigkeiten
14.08.2015, 14:15 Uhr | Uwe Schünemann MdL
Neue Generation nimmt Herausforderungen in der Landwirtschaft an
Uwe Schünemann besucht Bauernhof Kohlenberg in Bremke
Zu einem intensiven Meinungsaustausch über die Situation der Landwirtschaft hat Frank Kohlenberg den Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann auf seinen Bauernhof in Bremke eingeladen.  Auch wenn die Probleme aktuell vielschichtig sind, so war der Empfang durch die ganze Familie herzlich. Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen wurde der Betrieb vorgestellt. Mit 70 Kühen und 150 ha Betriebsfläche verteilt sich der Ertrag auf Milchwirtschaft und Ackerbau gleichmäßig. Der extrem niedrige Milchpreis von zurzeit 26 Cent bereitet die größten Sorgen.

Dieser Preisverfall ist allerdings kein neues Phänomen. „Vor sechs Jahren ist der Milchmarkt genauso eingebrochen“, erinnert sich Frank Kohlenberg. Die Abschaffung der Milchquote in diesem Jahr könne daher nicht die primäre Ursache für diese Entwicklung sein. „Durch Ankauf und Zupachtung hat die Milchquote viel Geld gekostet“.  Vielmehr sei die Deregulierung des Marktes längst überfällig gewesen.

 

Wie kann nun die Lösung aussehen? Darüber diskutierte der 48 jährige Landwirt nicht nur mit dem heimischen Abgeordneten, sondern auch mit dem Agrarexperten Otto Deppmeyer MdL, langjähriger Kreislandwirt aus Hameln, der stellvertretenen CDU Kreisvorsitzenden Tanya Warnecke und dem Vorstandsmitglied des Molkereiverbandes (dmk) Jörg Pape.

 

Schnell war man sich einig:  „Bürokratische Mengenbegrenzungen und staatliche Interventionen sind ein Griff in die Mottenkiste“. Dieses Konzept des Landwirtschaftsministers Christian Meyer habe mit einer auf die Zukunft ausgerichteten Landwirtschaft nichts zu tun. „Jemanden fürs Nichtstun zu bezahlen, kann auf Dauer nicht funktionieren“.

 

Es sei falsch, den Export von Molkereiprodukten zu behindern. Im ersten Halbjahr wurden von europäischen Betrieben mehr als 200.000 t weniger ins Ausland verkauft.  Das Land müsse vielmehr diesen Bereich aktiv fördern. Vor allem veredelte Produkte sind weniger vom Preisverfall betroffen und eignen sich besonders für den Export. „Warum lädt die Landesregierung die Landwirtschaft nicht zu einer Delegationsreise ins Ausland ein, auf der die hohe Qualität unserer Produkte präsentiert wird“, fragt sich Jörg Pape von der dmk Group. „Warum werden wir als zweitgrößter Wirtschaftsbereich des Landes schlechter behandelt als andere?“  Damit müsse endlich Schluss sein.

 

Von gestern sei auch die Auffassung des Landwirtschaftsministers, dass mit der Sonderförderung  von kleinen Betrieben der Markt reguliert und vor allem das Tierwohl gefördert werden kann. Voraussetzung für eine sinnvolle Nachhaltigkeitsstrategie seien vier gleichrangige Ziele: Ökonomie, Ökologie, Tierwohl und Soziales. Bei der Milchviehhaltung sei daher zukünftig eine Mindestgröße von etwa 50 Kühen notwendig, um einen Betrieb nach neuesten Umweltauflagen, modernster Haltungsbedingungen und mit zumutbaren Arbeitszeiten wirtschaftlich führen zu können.  „Um diesen Strukturwandel müssen wir uns gerade im Landkreis Holzminden intensiv kümmern“, fordert Uwe Schünemann.  „Ansonsten finden wir für viele Bauernhöfe in unserer Region keinen qualifizierten Nachwuchs“. Erschwert würde dieser Prozess durch die offensichtlich rechtswidrigen Beschlüsse der rot/grünen Kreistagsmehrheit zum Landschaftsschutzgebiet. „ Wenn kein Landwirt mehr in neue Stallungen investieren darf, ist das Dorfsterben bei uns besiegelt“, stellt Tanya Warnecke frustriert fest.

 

Das Ziel der Landesregierung den ökologischen Anbau von 5 auf 30 Prozent zu steigern, bezeichnet Otto Deppmeyer als naiv. Laut einer Erhebung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sind die niedersächsischen Bioflächen zwischen 2013 und 2014 um 5 Prozent zurückgegangen. Diese Entwicklung beweise, dass die Nachfrage durch die höheren Preise begrenzt ist. Selbst wenn es gelänge, das Angebot durch hohe Ökoprämien künstlich zu steigern, würden in einem gesättigten Markt die Preise fallen.  Damit treibe der grüne Landwirtschaftsminister sogar die „Ökobauern“ in eine Krise.

 

Mit einem herzlichen Dank verabschiedete sich Uwe Schünemann von der Familie Kohlenberg. „Ich habe heute eine neue Generation in der Landwirtschaft erlebt, die mit Herzblut den Hof bewirtschaftet, eng mit den Tieren verbunden ist, sich den neuen Herausforderung stellt und nicht immer gleich nach dem Staat ruft – ein beeindruckender Nachmittag“.